Gottesdienst für Entschlafene in Salzburg

01.03.2026

Am 1. März 2026 feierte die neuapostolische Kirchengemeinde Salzburg einen Gottesdienst für Entschlafene mit Apostel Matthias Pfützner. Zahlreiche Bezirksämter aus Österreich und den angrenzenden Ländern, die zuvor zu einer Klausur in Salzburg zusammengekommen waren, nahmen ebenfalls teil.

Im Mittelpunkt der Predigt stand das Wort Jesu aus Johannes 11,43: „Lazarus, komm heraus!“ Apostel Pfützner deutete diesen Ruf als Ausdruck der Liebe Gottes – nicht als machtvolles Gebot, sondern als persönliche Ansprache. Jesus ruft den Menschen beim Namen und spricht ihn in seiner konkreten Lebenssituation an.
Dieser Ruf führt aus der Vergangenheit heraus: aus Trauer, innerer Bindung und festgelegten Erwartungen. Er richtet den Blick nach vorn und eröffnet neue Möglichkeiten. Jesus diskutiert nicht das Grab, sondern eröffnet Zukunft. Wer seinen Ruf hört, ist eingeladen, ihm zu vertrauen und ihm zu folgen.
Die Auferweckung des Lazarus wurde als letztes der sieben Zeichen Jesu eingeordnet. Sie weist über sich hinaus: Lazarus kommt gebunden aus dem Grab, während Jesus Christus den Tod endgültig überwindet. Damit wird deutlich: Das Zeichen verweist auf die Erfüllung in Christus selbst.
Glaube bedeutet dabei auch, die Grenzen menschlicher Logik zu überschreiten. Resignation und begrenzte Erwartung können den Blick auf Gottes Wirken verstellen. Der Ruf Christi richtet sich deshalb an Lebende und Entschlafene gleichermaßen: Er führt aus der Enge ins Leben und in die Beziehung zu ihm.
Priester Werner Mistlberger und Bezirksältester Thomas Fiechter ergänzten die Predigt. Sie hoben hervor, wie wichtig Offenheit für Gottes Wirken, Heilung innerer Wunden und die Ausrichtung auf das gemeinsame Ziel sind. Anschließend wurden Sündenvergebung und Heiliges Abendmahl gefeiert; auch der Entschlafenen wurde in Gebet und Musik gedacht.

Nach dem Gottesdienst wurde Bezirksältester Frithjof Tomusch von der Aufgabe als Gemeindevorsteher entbunden und Priester Jonas Keck wurde als neuer Gemeindevorsteher beauftragt. Zudem wurde Priester Mistlberger in den Ruhestand versetzt.
Außerdem ordinierte Apostel Pfützner drei Diakoninnen, einen Diakon sowie einen Priester und rüstete sie für ihren Dienst in der Gemeinde mit Vollmacht, Heiligung und Segnung aus. Den Neuordinierten gab er den Auftrag mit, Hindernisse zu beseitigen, die zwischen Jesus und den von ihm Angesprochenen stehen könnten, und sie anschließend auf ihrem Glaubensweg zu unterstützen.

Der Gottesdienst stand insgesamt unter dem Leitgedanken des Rufes Christi: ein Ruf der Liebe, der den Menschen ins Leben führt und Zukunft eröffnet. Dieser Ruf richtete sich mit der Neuaufstellung des Teams der Geistlichen auch zugleich an die ganze Gemeinde Salzburg.