Ökumenischer Gottesdienst am Pinsdorfer Bauernhügel

13.09.2026

Im Gedenken an die Bauernkriege in Oberösterreich vor 400 Jahren wurde am Sonntag, 13. September 2026 ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert.

Als im Jahr 1626 die Bauernaufstände in Oberösterreich über das Land hereinbrachen wurde auch in Pinsdorf eine entscheidende Schlacht geschlagen. Die katholische Herrschaft beauftragte Graf Pappenheim, die protestantischen Bauern und deren Sympathisanten niederzuschlagen und die Ordnung im Reich wieder herzustellen. Nach diversen Gefechten quer durch Oberösterreich wurde schließlich in Pinsdorf die letzte Schlacht geschlagen. Mehr als 2000 Getötete wurden direkt am Schlachtfeld begraben, das sich in unmittelbarer Nähe des Kirchengebäudes der neuapostolischen Kirchengemeinde Pinsdorf/Gmunden befindet.

Eingedenk der Erinnerung an dieses grausame Kapitel in der Geschichte des Landes fand am Fuße des Bauernhügels ein ökumenischer Wortgottesdienst unter dem Motto „MUT“ statt. Dieser Mut zur Vergebung, Mut zur Versöhnung und Mut zum Frieden wurde von den Geistlichen der evangelischen, katholischen, serbisch-orthodoxen und neuapostolischen Kirchengemeinden in ihren Wortbeiträgen hervorgehoben. In dem gesungenen Gebet des „Vater Unsers“ wurde das Gemeinsame trotz mancher Unterschiede bei den über 180 Teilnehmern spürbar.

Mit dem Gruß „Friede sei mit dir“ und dem Reichen der Hände, sowie im Hoffen und Bitten dafür, dass sich solch schreckliche Ereignisse nie mehr wiederholen wurde der Gottesdienst beendet.

 

Ch. Streif | G. Lackerbauer