Der Donnerstag und Freitag waren geprägt von gemeinsamen Wanderungen, Spielen, Singen und fröhlichen Momenten.
Am Samstag folgte ein Workshop mit Kleingruppen zum Thema „Ein Weg zum Heil“. Dazu wurden fünf symbolisch gestaltete Stationen angeboten:
- Vergebung (Rettungsring)
- Dankbarkeit (Ankerkette)
- Vertrauen (Anker)
- Selbstannahme (Steuerrad)
- besinnlicher Abschluss mit Gebet
Dieser Abschluss erfolgte an einer kleinen Kapelle. Als Erinnerung erhielt jede und jeder einen Schlüsselanhänger mit den Symbolen.
Erfüllt von dem Gedanken „Gott will unser Heil" feierten die Jugendlichen dann am Sonntag gemeinsam mit Priester J. Keck den Gottesdienst im Gedenken an die Verstorbenen. Impulse zum Handeln Gottes zeigten sich in der Predigt in der Aussage: „Gott sieht uns mit liebevollen Augen und geht jeden Schritt mit uns, im Diesseits wie im Jenseits". Jedoch auch das Handeln des Einzelnen wurde dabei angesprochen: „Vergeben wir doch einmal – zum Beispiel Adam und Eva?. Oft geben wir anderen Schuld an der Sünde. Dabei sollen wir doch allen Menschen das Heil wünschen.
So rief der Gottesdienst auf zu Vergebung, Verständnis und einem barmherzigen Blick auf uns selbst. „Du bist ein Kind Gottes. Wenn du Jesus liebst, kannst du nur gut sein.“ Wir dürfen unseren inneren Kritiker leiser werden lassen und lernen, uns selbst nicht durch einen „verzerrten Spiegel“ zu sehen. Gott begegnet uns liebevoll, stärkend, mit heilender Zusage.
In der stillen Vorbereitung auf das Gedenken an die Verstorbenen war dann ein Satz besonders beeindruckend: „Unsere Liebsten gehen uns nicht voraus – sie sind bei uns, näher, als wir es oft wahrnehmen.“
Diakon F. Bauer erinnerte in seinem Predigtbeitrag daran, dass das Licht der Gnade größer als die Sünde ist. Diakon M. Garstenauer sprach über Ungerechtigkeit, eine Erfahrung, die es schon unter Jesu Jüngern gab. Selbst Jesus wurde von seinen engsten Freunden verraten. Der Diakon redete offen über erfahrene Ungerechtigkeit im Alltag, in uns selbst und über unsere Unfähigkeit, immer zu lieben und auch zu vergeben: „Ich finde es manchmal ungerecht, dass ich eine Familie habe, die mich liebt, eine Gemeinschaft, die mich stärkt, dass ich in einem Land lebe, in dem ich wenig Sorgen habe. Ich finde es deshalb ungerecht, weil ich es nicht schaffe jeden Tag zu lieben und zu vergeben. Im Alltag schaffe ich es oft nicht an Jesus zu denken.“ Der entscheidende Gedanke bleibt jedoch: „Herr, ich schaffe es nicht immer, aber ich erneuere mein Versprechen dir treu zu bleiben“. Diakon S. Tomusch betonte die Bedeutung der Taufe, durch welche die Erbsünde abgewaschen wurde. Für alles Weitere tragen wir selbst die Verantwortung, aber durch Gottes Gnade gilt: „Es geht bei Null, also ohne Sünde los.“
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein gemeinsames Bratlessen, das von Jugendbegleiter P. Pohlhammer liebevoll zubereitet wurde. Ein schöner Ausklang für ein Wochenende voller Tiefe, Begegnung und neuer Hoffnung.
S. Niedermair | G. Lackerbauer